Fahrradfreundliches Bad Krozingen

Critical Mass Bad Krozingen – Gemeinsam unterwegs für die Mobilitätswende! (März 2026)

Gemeinsam rufen MobiGeist, Parents for Future sowie die Ortsvereine der Grünen und der SPD zur Teilnahme an den Cricital Mass-Fahrradtouren durch die Stadt auf. Jeweils rund 40-70 RadlerInnen folgten im Oktober & November 2025 sowie im Januar und Februar 2026 waren jeweils mit viel Freude dabei. 

Rund 40 RadlerInnen am 15.11.2025 ergaben ein schönes Bild, wie sie beleuchtet durch Bad Krozingen fuhren. Dank der Rikscha von „Radeln ohne Alter“ konnte sogar eine mobilitätseingeschränkte Sympathisantin spontan an der Tour teilnehmen. Sie bedankte sich überglücklich für das Erlebnis und Radeln ohne Alter.

Mitorganisatorin Ulrike Quernheim bedankte sich bei allen AutofahrerInnen, die eine Verzögerung ihres Weges von ein bis zwei Minuten geduldig ertragen haben. Denn wenn 40-70 FahrradfahrerInnen eine Kreuzung oder Kreisverkehr passieren, dürfen und müssen diese im Verband bleiben. Eine vergleichbare Menge an PKW verursacht einen größeren Stau, und das nicht nur bei einer Demo, sondern täglich. Darauf und auf die vielen weiteren positiven Effekte des Radfahrens hinzuweisen ist einer der Gründe für die Critical Mass.

Die nächste Critical Mass wird am Freitag, 17. April 2026 um 17 Uhr stattfinden, Start wieder am Rathaus-/Kirchplatz Bad Krozingen. Dieses mal fahren wir in die Ortsteile Schlatt & Tunsel.


Filmemacher von „Cycling Cities“ war am 25. Feb. im JOKI-Kino

Der in Ehrenkirchen lebende Journalist, Vortragsredner und Filmemacher Ingwar Perowanowitsch stellte seinen neusten Dokumentarfilm “Cycling Cities” über die schönsten Fahrradstädte Europas auf Einladung von MobiGeist e.V. am Mittwoch, 25. Februar 2026 persönlich im JOKI-Kino Bad Krozingen vor und stand im Anschluß zum Austausch mit dem Publilkum bereit.

Für den Film reiste er 2025 zwei Monate lang per Rad durch Europa. Er startete in Freiburg und besuchte Städte wie Paris, Gent, Amsterdam, Utrecht, Groningen, Hamburg und Kopenhagen. Perowanowitsch wollte erfahren, warum diese Städte als besonders lebenswert gelten, was sie dafür machen und was deutsche Kommunen von ihnen lernen können. Sein Film „Cycling Cities“ dokumentiert die Suche nach guten Lösungen für den Stadtverkehr. Dafür sprach er vor Ort mit Planenden, politisch Verantwortlichen und Engagierten. Der Film zeigt auf, wie entschlossenes Handeln den öffentlichen Raum neu verteilen und die Lebensqualität steigern kann.

Dabei geht es in den meisten Städten oft weniger um Klimaschutz, sondern um eine deutliche Erhöhung der Lebensqualität durch weniger Staus, Lärm und Luftverschmutzung, eine entschleunigte Bewegung an der frischen Luft und eine Neuverteilung des öffentlichen Raums in den Innenstädten: aus vormals breiten Straßen und Parkplätzen wurden viele Parks und begrünte Plätze mit hoher Aufenthaltsqualität für die Bewohner und Besucher.

Mit positiver langfristiger Städteplanung und politischem Gestaltungswillen konnte anfängliche Skepsis überall überwunden und durch die Erfahrung der zahlreichen Verbesserungen der Lebensqualität breite Mehrheiten gewonnen werden. Dabei geht es nirgendwo um ein Verbot des Autos oder der Förderung des Radverkehrs um des Fahrradfahren willens, sondern um eine deutliche Aufwertung der Städte durch eine strategische Neuordnung der Mobilität.

Auch wenn die eindrucksvollen Bespiele aus Großstädten für Kleinstädte und den ländlichen Raum nicht eins zu eins übertragbar sind, könnten laut Perowanowitsch schnelle, wirksame und kostengünstige Erfolge durch die Umwidmung vorhandener Straßen und Parkplätze zu attraktiven Fahrradwegen auch hier erzielt werden. Attraktive Fahrradinfrastruktur zieht automatisch mehr Fahrradverkehr an – und entlastet dabei diejenigen Menschen durch weniger Staus und Parkdruck, die dennoch auf ihr Fahrzeug angewiesen sind. 

Der Film kann kostenlos auf YouTube gestreamt werden und ist eine Inspiration sowie eine schöne europäische Reisedokumentation für jedermann. Link: CYCLING CITIES - Der Film - YouTube (rd. 185.000 Aufrufe in den ersten 10 Wochen)

Beitrag im SWR1 vom 26.3.2026 zur Verkehrswende auf Basis von "Cycling Cities" und mit Interview mit Ingwar Perowanowitsch:

Freiburger radelt für Verkehrswende bis nach Kopenhagen - SWR Aktuell


Frelo-Leihräder und Verbesserung der Radabstellanlagen am Bahnhof BK (März 2026)

Nach dem Start der ersten 5 Frelo-Leihradstationen im März 2025 am Bahnhof (Ost- & Westseite), Basler Straße beim Rathaus, am Uni-Herzzentrum Bad Krozingen sowie beim Rathaus in Hausen (BZ-Artikel) wurde im März 2026 der umfangreichere Ausbau des Frelo-Radleihsystems in Freiburg und zahlreichen Kommunen in den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen umgesetzt (BZ-Artikel). In Bad Krozingen wurden die Standorte Vita Classica, Gewerbegebiet "Am Krozinger Weg", Biengen, Schlatt und Tunsel am 1. März 2026 in Betrieb genommen - mit seitdem insgesamt 18 Pedelecs und 27 Stadträdern! LINK: Standorte - Frelo

Die Sanierung und Erweiterung der Radabstellanlagen am Bahnhof Bad Krozingen wurde Ende 2025 erfolgreich umgesetzt. Die "Bike & Ride Offensive" der Deutschen Bahn ermöglichte eine 70%-Förderung für die rund 50 zusätzlichen Abstellplätze in Bahnhofnähe (inkl. zahlreichen Plätzen in Doppelstockanlagen und in neuen Sammelschließanlagen). Somit stehen nun über 170 hochwertige Abstellplätze zur Verfügung und laden zur verstärkten "Bike & Ride"-Nutzung ein.

Einen sicheren und wettergeschützten Fahrradstellplatz am Bahnhof können Sie nun via www.rad-safe.de mieten. Der Preis hierfür beträgt 1€/Tag, 10€/Monat bzw. 100€/Jahr. Den Link zum zugehörigen Artikel in der Badischen Zeitung vom 5.1.2026 finden Sie HIER.

Im Mai 2025 wurde nach langer Planungszeit ein kombinierter Rad- und Gehweg auf der 1,3km langen Strecke zwischen Bad Krozingen und dem Ortsteil Schmidhofen eingeweiht. Den Link zum zugehörigen Artikel in der Badischen Zeitung vom 15.5.2025 finden Sie HIER

"Mehr Platz fürs Rad" ist aus dem "Hallo Bad Krozingen" vom 27.3.2026

 

Vielen Dank für die Initiative & Unterstützung der Stadt Bad Krozingen für diese wichtigen Maßnahmen zur Steigerung der Fahrradfreundlichkeit vor Ort! 


Verkehrsberuhigung Innenstadt Bad Krozingen (Dez. 2025)

In seiner Sitzung vom 9.12.2025 bestätigte der Gemeinderat mehrheitlich die Beibehaltung der Einbahnstraße in der Basler Straße und somit keine Rückkehr zu "freier Fahrt für freie Bürger" mit einer Verkehrsregelung, die wieder mehr Autoverkehr in die Innenstadt gebracht hätte. Wir begrüßen die Beibehaltung einer fußgänger- und fahrradfreundlichen Innenstadt mit hoher Aufenthaltsqualität!

Zitat aus der Beschlußvorlage 131-2 der Verwaltung (LINK zur Beschlußvorlage, Präsentationen & den Anträgen der Fraktionen):

"Die zu erwartenden Fahrzeugzahlen auf diesem Streckenabschnitt bei einem Zweitrichtungsverkehr, die beengte Straßensituation der Basler Straße in diesem Bereich und die Stellungnahmen der beteiligten Behörden und Fachplanern machen jedoch deutlich, dass im Zusammenhang mit dem dominierenden KFZ-Verkehr weiterhin die Trennung des Fußgängerbereiches und der Fahrbahn für den KFZ Verkehr zwingend notwendig machen, um eine Gefährdung der Fußgänger auszuschließen."

LINK zum Artikel in der Badischen Zeitung (BZ-Plus, kostenpflichtig) vom 18.12.2025


Stadtradeln 2025 (Aug. 2025):

Das MobiGeist-Team "Radeln ohne Alter" gewinnt den Preis als aktivster Verein mit den meisten geradelten Kilometern pro TeilnehmerIn! Herzlichen Glückwunsch!!

Insgesamt haben 424 Radelnde aus Bad Krozingen über 100.000 Radkilometer erreicht und gemeinsam ein starkes Zeichen für nachhaltige Mobilität und ein fahrradfreundlicheres Bad Krozingen gesetzt! 

Vielen Dank allen TeilnehmerInnen und der Stadtverwaltung für die Organisation!


ADFC Fahrradklima-Check: Steigende Fahrradfreundlichkeit Bad Krozingen (Juni 2025)

Bad Krozingen konnte sich im letzten ADFC-Fahrradklimatest gegenüber den Vorjahren weiter verbessern und landet nun mit einer Schulnote von 3,5 (vs. 3,9 Bundesweit) in den Top 12% der Städte von 20-50´000 Einwohner. Öffentliche Fahrräder/Fahrradverleih wird mit einer 3,0 ganze 1,5 Noten besser bewertet als in Vergleichsstädten, dank Frelo und unserem Lastenradverleih. Die Ergebnisse können Sie unten herunterlanden...

ADFC_BK_Ergebnis2024.pdf 6.324 KB
ADFC_StadtBK_Kommunalfragebogen2024.pdf 360 KB

Mobilität im Alltag: Gesünder & günstiger mit dem Fahrrad (Jan. 2025)

Haben auch Sie sich auch (mal wieder) vorgenommen, ein paar Kilos Gewicht zu verlieren und sich mehr um Ihre Gesundheit zu kümmern? Und hat es auch letztes Jahr nicht geklappt, regelmäßig zu Joggen oder ins Fitnessstudio zu gehen, weil Zeit und/oder die Motivation fehlten?

Bauen Sie doch einfach mehr Bewegung in Ihre Alltagsmobilität ein, d.h. in Ihren Weg zur Arbeit, zum Einkauf, zu Freunden in der Umgebung. Untersuchungen des Umweltbundesamts haben gezeigt, dass 40-50% der Autofahrten auf kurzen Strecken von weniger als 5 km gemacht werden, welche sich leicht durch das Fahrrad ersetzen lassen.

Schon 50 km Fahrrad pro Woche statt Auto sparen Ihnen pro Jahr Kosten von über 1000€ (bei Vollkosten von 38ct/km), über 75.000 Kalorien (bei 20km/h und 600 Kcal pro Stunde, entspricht 10kg Körperfett) und rund 600kg CO2 pro Jahr gegenüber einem durchschnittlichen Mittelklassewagen. Da Sie mit dem Fahrrad Staus umfahren können und keinen Parkplatz suchen müssen, sind Sie auf Kurzstrecken meist sogar schneller.

Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Diabetes, hoher Blutdruck oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben wir besser im Griff, wenn wir mehr Strecken im Alltag zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen. 

Die WHO empfiehlt Erwachsenen 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche, das wären 30 Minuten an 5 Tagen pro Woche. Für Kinder wären 1 Stunde pro Tag ideal. In der Alltagsbewegung können die Zwecke Transport (Mobilität) und Gesunderhaltung (Bewegung, Sport) einfach kombiniert werden. Für den Einkauf können Sie E-Lastenräder von uns und neuerdings auch im Hieber-Markt kostenlos ausleihen. Der Weg zu Arbeit bzw. Schule oder zum Einkauf ist damit keine lästige Wegstrecke mehr, sondern eine super Gelegenheit, den Kreislauf in Schwung zu bringen.

Strecken über 5km können leicht per E-Pedelec zurückgelegt werden, oder bei längeren Strecken Fahrrad und Bahn/ÖPNV kombiniert werden.

Wer sich jetzt keine Zeit für Bewegung nimmt, der wird sich später umso mehr Zeit für seine Krankheiten nehmen müssen.“ (Prof. Dr. Ingo Froböse, Uni-Professor an der Dt. Sporthochschule Köln)

Bewegungsmangel trifft dabei auch die jüngere Generation, da Kinder leider immer mehr per Elterntaxi in die Schule und zu Freunden und Sport gebracht werden, statt sich selbst zu bewegen. Dabei wird eine bewegungsarme Mobilität eingeübt, die bis ins Erwachsenenalter nachwirkt, und das Unfallrisiko der Kinder noch steigert, da sie mit wenig Bewegungserfahrung Situationen nicht richtig einschätzen können sowie langsamer und ungeschickter reagieren. Unser Gehirn kommt erst in Verbindung mit körperlicher Aktivität richtig in Schwung, so dass uns die morgendliche Bewegung auch konzentrierter und produktiver für den Tag macht.

Das hohe Verkehrsaufkommen zu Schulbeginn und -ende durch Elterntaxis gefährdet die Sicherheit der zu Fuß gehenden und Roller bzw. Fahrrad fahrenden SchülerInnen und erschwert so den Umstieg. 

Interessante Broschüren/Quellen zum Thema:

Die alltägliche Kurzstrecke: muss es wirklich immer das Auto sein…? – klimaandmore

Städte in Bewegung - AGFS NRW (agfs-nrw.de)

Kinder bewegen - AGFS NRW (agfs-nrw.de)